„Ich gebe meinen Figuren ihre Haltung – die Betrachter geben ihnen eine Seele. Zwischen Werk und Betrachter entsteht ein Raum der Begegnung, in dem persönliche Erinnerungen und Erlebnisse wachgerufen werden, aber auch Fantasien und Träume ihren Platz finden. Meine Figuren sind nicht bloße Darsteller. Sie haben eine eigene Haltung, ein eigenes Leben, eigene Stärken und Schwächen. Oft tragen sie eine bestimmte Funktion, die zugleich etwas über mich selbst und über menschliche Erfahrungen erzählt. Indem sie handeln, spielen und wiederholen, spiegeln sie Situationen, Verhaltensweisen und Erfahrungen wider. Sie stellen nicht einfach etwas dar – sie erzählen, erinnern und hinterfragen. So werden sie zu eigenständigen Akteuren, deren Bedeutung sich erst im Dialog mit dem Betrachter entfaltet.“
